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Schmerz und Depression –
die schmerzende Depression

Viele Schmerzpatienten entwickeln eine Depression

In Deutschland leiden nach den Angaben der Deutschen Schmerzliga 12-15 Millionen Menschen an chronischen Schmerzen. Zahlreiche Studien haben belegt, dass viele Schmerzpatienten ein hohes Risiko haben, an einer Depression zu erkranken. Untersuchungen haben ergeben, dass die Hälfte der Schmerzpatienten im Laufe der Zeit eine Depression oder eine depressive Reaktion entwickelt. Das sind allein in Deutschland über 6 Millionen Menschen.
 
Der Zusammenhang zwischen Schmerz und Depression wird häufig nicht erkannt, weil sich die Depression hinter Schmerzen verbergen kann.

Chronische Schmerzen können Ausdruck einer Depression sein – oder wie der Schmerz die Depression tarnt

Nicht selten berichten Patienten ausschließlich über körperliche Beschwerden, vorrangig chronische Rücken- und Kopfschmerzen, massive muskuläre Verspannungen sowie Bauch- und Brustschmerzen. Ebenfalls werden unangenehme Körperempfindungen (Parästhesien) beschrieben, wie quälende Missempfindungen in Form von Kribbeln, Ameisenlaufen oder Taubheitsgefühlen sowie brennende und stechende Schmerzen. Psychische Probleme werden häufig verneint. Oft beginnt dann eine Odyssee von Arztbesuchen. Diagnostische Verfahren zeitigen zumeist keinen Befund. Ärztliche Zusicherungen, dass diese chronischen Schmerzen nicht durch körperliche Veränderungen oder Schädigungen verursacht sind, beruhigen nicht. Die Mitteilung „es ist alles in Ordnung“ wird vom Patienten häufig noch als weitere Kränkung erfahren. Betroffene fühlen sich in ihrem Schmerzerleben nicht hinreichend wahrgenommen und gewürdigt. Der Stress der Betroffenen wird hierdurch noch vergrößert, was die Schmerzwahrnehmung weiter verstärkt und die Entwicklung von Depressivität begünstigt.
 
Bei Patienten, die sowohl an einem Schmerzsyndrom als auch an einer Depression leiden, beginnt der Krankheitsverlauf in ca. 80 Prozent der Fälle mit Schmerzen.

Schmerzen – häufige Begleitsymptome der Depression

Stehen psychische Symptome einer depressiven Erkrankung im Vordergrund, äußern Patienten zudem häufig Schmerzen als Begleitsymptome. Neben den Leitsymptomen einer Depression, wie Antriebslosigkeit, Grübeln, Morgentief, Interesselosigkeit und vermindertes Selbstwertgefühl, berichten Betroffene über körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Gewichtsveränderungen, Appetitverlust, Schwindel, Erschöpfung und schnelle Ermüdung. Schmerzen können die Gesamtproblematik des Patienten erschweren. Vorrangig sind es Kopf-, Rücken-, Brust-, Nacken- und Gliederschmerzen.

Depression schmerzt
Schmerz und Depression – Ursachen im komplexen Zusammenwirken

Die Ursachen für den Zusammenhang zwischen Schmerz und Depression resultieren aus den neurochemischen Veränderungen in den schmerzverarbeitenden Gehirnarealen sowie den Funktionsstörungen in den komplexen Verschaltungen zwischen Schmerzsignalen und psychischen Signalen. In Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass seelische und körperliche Schmerzen in der gleichen Gehirnregion – im somatosensorischen Cortex – wahrgenommen werden. Verbrennen wir uns den Finger, so werden die Schmerzimpulse an diese Hirnregion geleitet und die gleiche Hirnregion wird aktiviert, wenn wir seelischen Schmerz erleiden.
 
Die neurochemische Balance wird vorrangig durch die Transmitter Serotonin und Noradrenalin bestimmt. Einige dieser Neurotransmitter regulieren sowohl die Schmerzverarbeitung als auch unsere Stimmungslage. Sie kann beeinträchtigt werden, wenn Menschen lange Krankheiten, einen Unfall oder schmerzhafte Verlustereignisse erlitten haben oder über lange Zeit psychosozialen Stress ertragen mussten. Trauer, Verlust, Demütigung und chronische Belastungen können zu erhöhter psycho-physischer Anspannung führen Diese komplexen Vorgänge lösen massive Stressreaktionen aus, die dann zunehmend zu chronischen Verspannungszuständen der tiefen Muskulatur führen können. Die Überaktivierung der Muskulatur mit den verstärkt wirkenden Zugkräften kann die gesamte Körperstatik sowie die Gesamtgesundheit beeinträchtigen. Betroffene können durch diese langwährenden Überlastungen und Stressoren so sensibilisiert werden, dass schützende Alarmsignale abgeschaltet werden und sich seelischer Schmerz als körperlichen Schmerz äußert, für den keine adäquate körperliche Ursache gefunden werden kann.
 
Es resultiert eine Fehlregulation der Neurotransmitter. Diese Dysregulation im Serotonin- und Noradrenalin-Stoffwechsel bahnt die verstärkte Schmerzwahrnehmung und kann eine depressive Stimmung auslösen. Chronifiziert der Schmerz, erschöpfen sich mit der Zeit die Reserven an Neurotransmittern, wodurch depressives Erleben und Depressivität weiter zunehmen können. Die Schmerzfilter im Gehirn werden immer durchlässiger, so dass die Schmerzschwelle weiter sinkt. Selbst kleine Schmerzimpulse lösen heftige Schmerzen aus. Die innere Bewertung der Schmerztoleranz verändert sich, was wiederum die Schmerz- und Depressionssymptomatik verstärkt. Die Außenwelt beginnt dann für viele Betroffene zu zerfallen und sie richten ihre Aufmerksamkeit zunehmend auf die innere Wirklichkeit … den Schmerz.

Die Medizinische Hypnosebehandlung kann eine Lösung sein

Durch die Ärztliche Hypnosetherapie kann sich für chronische  Schmerzpatienten wieder eine Tür öffnen. Die Hypnotherapie kann ein Weg sein, um aus der schmerzenden Depression herauszukommen. Zumeist kommen Menschen mit großem Leidensdruck und einer langen Odyssee von ärztlichen Untersuchungen. Dabei ist es von großer Bedeutung, die Ursachen und Hintergründe der chronischen Schmerzzustände und Depressivität zu verstehen, denn wenn etwas verstehbar wird, verliert es an Macht über uns. Durch die Aktivität Ihres Unbewussten lernen Sie alte Belastungen zu entzerren. Auf diesem Weg können tiefliegende Schmerzen gelöst werden. Respektvolle Klärung der Symptomatik führt zur Klärung – und Klarheit fördert Sicherheit.
 
Es geht hier nicht einfach um Entspannung, sondern um eine Form der Schmerzbehandlung, die oft schon nach wenigen Sitzungen zu einer Schmerzreduktion und psychischen Aufhellung führen kann.
 
Chronische Schmerzpatienten sind zumeist sehr motiviert, in der Hypnosetherapie mit unwillkürlichen Ebenen des Körpers Kontakt aufzunehmen. Heilsame Aktivitäten des Unbewussten können durch die Hypnose geweckt werden. Die Dysregulation der Neurotransmitter kann moduliert werden. Es ist für viele Schmerzpatienten seit langer Zeit der erste Moment, wo sie wieder Kontrolle über ihr Leben verspüren, statt vom Schmerz beherrscht zu werden. Mit der Schmerzlinderung können Erholungsprozesse beginnen.
 
Der Organismus mit seiner eigenen Intelligenz kann langsam wieder beginnen, aufzuwachen und sich zu regenerieren. Auch die Nervensysteme, die an der Schmerzhemmung beteiligt sind, können nach und nach anfangen, wieder ihre Aufgabe aufzunehmen. Das Hemmsystem kann wieder beginnen, nicht angemessene Schmerzsignale zu blockieren, um dann nur Schmerzimpulse weiterzuleiten, die für den Körper wichtig sind und eine Alarmfunktion haben, zum Beispiel bei einer akuten Verletzung.
 
Betroffene beginnen sich zu bewegen, beginnen aus der eingefrorenen Körperhaltung herauszukommen, sich aus ihrer Unbeweglichkeit zu lösen. Mit körperlicher Bewegung steigt auch der Serotoninspiegel und die Endorphinausschüttung, so dass sich die Stimmung aufhellen kann.
 
Die Lösung aus depressionsfördernden Mustern ist zudem ein wichtiger Schritt. So können Betroffene auf der unbewussten Ebene lernen die alten begrenzenden und destruktiven Bezugsrahmen zu verlassen und neue Lebensmuster zu entwickeln. Sie lernen, Grenzen zu setzen, anstatt im Modus des Verharrens zu bleiben, sich aufzurichten, um sich gerade zu machen. Es ist an der Zeit, denn zu viele waren – wie sie später mitteilen – zu lange in der eigenen schmerzvollen Innenwelt gefangen. 

Neue Erfahrungen schaffen im Gehirn eine neue Wirklichkeit –
und diese Wirklichkeit wirkt im Leben

So paradox es für viele Schmerzkranke zunächst klingen mag, so ist doch zu vermuten, dass der Organismus mit seinen Schmerzen nicht selten um Hilfe rufen muss, um bei der “psychischen Instanz Gehör“ zu finden. Fasziniert erleben Patienten den Zugang zu ihrem Unbewussten und erfahren, wie der Schmerz auch ein Wegweiser zu Lösungsmöglichkeiten sein kann und wie er eigene Kommunikationsformen findet, um seelische Verletzungen aufzudecken und depressionsfördernde Lebensmuster zu lösen. Sich mit dem getarnten Schmerz und dem Leiden zu befassen, öffnet für nicht wenige Schmerzpatienten dann die Tür, um wieder ins Leben zurückzufinden und um die Zeit der bleiernen Gefühlswelt zu überwinden.
 

Selbsthypnose

Es ist für mich selbstverständlich, dass ich mit Ihnen eine persönliche maßgeschneiderte Selbsthypnose ausarbeite, die Sie in Ihren Alltag einbauen können. Mit dem Praktizieren von Selbsthypnose erleben viele, wie sich ihr Vertrauen in ihre Gesundungsprozesse bessert. Sie können Ihr „Selbst“ stärken. Durch die Vermittlung von Selbsthypnose werden Sie in der Lage sein, auch später, schwierige Situationen zu meistern und Ihr eigener Therapeut zu werden.

Hilfe zum Thema Schmerz und Depression

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Gern können Sie in einer vertrauensvollen Atmosphäre mit mir über das Thema Schmerz und Depression sprechen. Hierzu rufen Sie mich einfach in meiner Praxis für medizinische Hypnose in Hamburg an oder füllen Sie das folgende Kontaktformular aus. Ich werde mich dann mit Ihnen in Verbindung setzen.
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Frau Dr. Rabe

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